Für Fankultur und Freiheitsrechte

Vom 3. bis 5. Dezember findet in Bremen die Innenministerkonferenz (IMK) statt. Dort stehen Konzepte auf der Tagesordnung, die tief in unsere Freiheitsrechte eingreifen. Was heute als Maßnahme gegen Fußballfans verkauft wird, ist Teil einer allgemeinen „Law and Order“-Politik, die am Ende die gesamte Gesellschaft trifft.

Die Konsequenz daraus ist, dass es die Fankultur, wie wir sie kennen, in Zukunft nicht mehr geben wird. Fußball soll nur noch konsumiert werden, während Meinung und Mitbestimmung Stück für Stück verdrängt werden. Wichtig ist: Nicht nur aktive Fanszenen sind betroffen, sondern alle Menschen, die Werder und den Fußball leben, egal ob auf der Nord, der Süd, im Familienblock oder zuhause. Denn die Maßnahmen richten sich nicht gegen Fehlverhalten Einzelner, sondern würden flächendeckend alle Menschen im und um das Stadion betreffen, also das gesamte Stadionumfeld. Personalisierte Tickets, pauschale Stadionverbote und Gesichtserkennung wären Schritte in eine kontrollorientierte Verwaltung, die gesellschaftliche Freiräume schwächt statt stärkt. Es geht längst nicht mehr nur um Fußball, sondern um die grundsätzliche Frage, wie selbstbestimmt eine Gesellschaft bleiben kann.

Deshalb rufen wir alle Werder-Fans, alle Unterstützende und alle Interessierte dazu auf, sich uns am 3. Dezember um 18.15 Uhr am Weserstadion anzuschließen. Nach einer kurzen Kundgebung gehen wir gemeinsam los und setzen ein Zeichen für eine offene, solidarische Gesellschaft und eine lebendige Fankultur, die sich nicht verwalten lässt.

Wir sehen uns am 3. Dezember am Weserstadion!